Überraschung! - Fotomarathon Berlin 2013

Überraschung! – Fotomarathon Berlin 2013

12 Fotos in 12 Stunden. Rund 400 Hobbyfotografen machten sich am 15. Juni um 11 Uhr zu einem zwölfstündigen Stadtspaziergang auf. Die Fotoserien aller Teilnehmer werden am 13. und 14. Juli in der Fotomarathon-Ausstellung im Stadtbad Wedding in der Gerichtstraße 65 ausgestellt.
Mama allein unterwegs.
10 Uhr 30 finde ich mich am  Start des Fotomarathon Berlin 2013 in der Nähe des Nordbahnhofs ein. Viele Menschen im Sand des „Beach Mitte“ mit Kamera und Wasserflasche ausgerüstet harren der Dinge die da kommen sollen.  Nach der Anmeldung heften wir unsere Startnummer auf die Tasche und warten ungeduldig auf das Motto des Fotomarathon 2013. Nach der Begrüßung durch die rührigen ehrenamtlichen Veranstalterinnen streben alle dem Ausgang zu, greifen sich einen Zettel aus entgegengestreckten Händen, danken mit einem Lächeln für die guten  Wünsche und verlassen lesend und mit ihren Begleitern diskutierend den Platz. Die Motivsammler schwärmen aus in das Straßennetz rund um den Nordbahnhof.
Das diesjährige Motto lautet: „Was für eine Überraschung“.
Die ersten vier Fotothemen sind: 1. Eintauchen – 2. Irrwege – 3. Ausgetrickst – 4. Hauptgewinn.
Ich bin etwas ratlos und gehe los, denn im Laufen und Umschauen denkt und findet es sich am besten.

Fotomarathon 2013 Bild 1 bis 4

Die Themen: 1. Eintauchen – 2. Irrwege – 3. Ausgetrickst – 4. Hauptgewinn

Erst einmal eine Idee für das erste Thema „Eintauchen“ entwickeln und die Startnummer mit einbauen. Ich finde erstaunlich schnell ein Motiv in einer Schaufensterscheibe, ahne aber schon, dass ich mich damit für die Gestaltung der übrigen 11 Bilder relativ stark einenge.
Der Nächste Treffpunkt in vier Stunden ist das Stadtbad Wedding.

Stadtbad Wedding in Berlin

Das als öffentliches Schwimmbad erbaute Stadtbad Wedding ist heute ein Kunstort mit Cafe

Am Stadtbad Wedding strömen alle Fotomarathonteilnehmer wieder zusammen, um einen Stempel und den nächsten Themenzettel zu erhalten. Um mich herum Menschen, die gesenkten Kopfes,mit ihrer Kamera kommunuzieren. Einer hat versehentlich ein gelungenes Foto gelöscht, Mist.
15 Uhr gehts weiter. Ich bekomme einen Stempel und einen neuen Zettel, mit dem ich mich durch den Eingang und die Entgegenkommenden drängle. Nächster Treffpunkt ist der Körnerpark in Neukölln in vier Stunden, um 19 Uhr. Während ich weiterziehe begegnen mir Ankommende, die sich an die lange Schlange anstellen.
Die Themen für die nächsten vier Bilder sind: 5. Wie gewonnen so zerronnen – 6. Verschwommen – 7. das Schicksal nimmt seinen Lauf – 8. Froschkönig

Fotomarathon Berlin Berlin 2013: Bilder 5-8

Die Themen: 5. Wie gewonnen so zerronnen – 6. Verschwommen – 7. das Schicksal nimmt seinen Lauf – 8. Froschkönig

Der nächste Treffpunkt ist der Körnerpark in Neukölln. Eine kleine Stadtoase mit Galerie und Cafe in der Orangerie.  Ich freue mich schon, meine müden Füße unter einem Tisch auszustrecken. Außerdem müsste ich mal einige der vielen Bilder löschen, um den Überblick nicht zu verlieren.

Körnerpark in Berlin-Neukölln

Versenkter Garten – Bassin und Orangerie im Körnerpark Berlin-Neukölln

Ich trinke eine Berliner Weiße und schaue wie sich rund um die Cafetische eine lange Schlange meiner Fotomarathonmitstreiter bildet und sich bis auf die neobarocke Treppenanlage des Parkes zurückstaut. Meine Tischnachbarn, die auf eine Flamencovorführung im Rahmen des Kulturfestes „48 Stunden Neukölln“ warten, wundern sich über so viel Presse. Lassen sich aber – den Irrtum entdeckt – gerne über den Berliner Fotomarathon aufklären. Um 19 Uhr geht die Stempelei und die Zettelausgabe wieder los. Ich warte bis fast alle durch sind. Das geht erstaunlich schnell. Ich hole mir dann auch meinen Stempel auf die Startnummer und die nächsten vier Bildthemen:
9. Verzaubern – 10. Halbwelten – 11. Verflucht – 12.Abtauchen.

Fotomarathon Berlin 2013 Bilder 9 bis 12

Die Themen sind: 9. Verzaubern – 10. Halbwelten – 11. Verflucht – 12.Abtauchen.

Der Endpunkt des Fotomarathons ist das Badeschiff an der Spree in der Nähe des Treptower Parks.
Als ich am S-Bahnhof Neukölln in die Ringbahn steige dämmert es schon. Mir fehlt noch das letzte Bild, es soll am Wasser entstehen. Außerdem muss ich noch jede Menge Bilder löschen, denn es dürfen ja nur 12 übrig bleiben.
Der radikalen Selektion fällt die Installation aus den Artgaragen im Hinterhof der Karl-Marx-Straße anläßlich des Kunstfestivals „48 Stunden Neukölln“ zum Opfer und vieles andere.
Den langen Tag der Stadtnatur, den ich motivisch einbinden wollte, konnte ich nicht unterbringen. So bin ich, wie immer, überrascht zu welchen Ergebnissen ich diesmal beim Fotomarathon Berlin gekommen bin.

Ziel Fotomarathon Berlin 2013

Am Ziel werden die 12 Bilder von der Speicherkarte gezogen. Wir werden mit Handschlag einer Urkunde und einem breiten Lächeln beglückwünscht durchgehalten zu haben.

Alle Fotos und Details zu den Motiven sind auf unserer Flickrseite im Großformat anzuschauen: Album Fotomarathon 2013

Die Karte zeichnet meinen 12-stündigen Stadtspaziergang nach und zeigt die Orte, an denen ich fotografiert habe:

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