Rund um die Karl-Marx-Straße in Neukölln

Rund um die Karl-Marx-Straße in Neukölln

U-Bhf-Karl-Marx-Straße in Berlin-Neukölln

Ausgang der U7 am U-Bhf-Karl-Marx-Straße auf dem Mittelstreifen der Karl-Marx-Straße in Berlin-Neukölln

U-Bahnhof Neukölln. Wir drängen uns mit anderen aus dem Wagon und folgen dem Lichtschein zum Ausgang. Zur Erdoberfläche aufgestiegen, umfängt uns ein Konzert aus Motorengeräuschen, Huptönen und einem näherkommenden Martinshorn. Mit dem Menschengewusel auf dem Mittelstreifen warten wir auf die Unterbrechung des Verkehrsstroms. Der Blick schweift ringsum. Fassaden unterschiedlicher Stilepochen schmücken sich mit Ladenschildern, Leuchtreklamen und bunten Markisen, an denen Waren baumeln. An Stelle von Bäumen verstellen Straßenschilder, Lichtmasten und Ampeln den Blick.

eHeimathafen in Berlin-Neukölln

Innenhof des Theaters Heimathafen auf der Karl-Marx-Straße in Berlin-Neukölln

Wir entscheiden uns für die linke Straßenseite und schlendern am Saalbau Neukölln vorbei zum Durchgang in den Heimathafen. Im Innenhof  empfangen uns besonnte Tische und laden zu einem Kaffee ein. Diese Einladung nehmen wir gerne an.
Gestärkt setzen wir unseren Spaziergang entlang der Karl-Marx-Straße fort. Vorbei an türkischen Frühstückscafes, die starken Tee in kleinen bauchigen Gläschen servieren und Imbissläden die Döner und Falafel anbieten. Dazwischen fällt uns das ein oder andere Schnäppchen und auch mal ein Bio- oder Kräuterladen ins Auge.
Schließlich kommen wir zum kleinen Karl-Marx-Platz, auf dem einmal in der Woche ein kleiner Markt abgehalten wird. Das traditionsreiche Musikhaus Bading mit seinen expressionistisch gezackten Vitrinen an der Fassade lassen wir rechts liegen und biegen dann links ab.

Zugang zum Böhmischen Gottesacker in Berlin-Neukölln

Ein Zugang zum Friedhof der Magdalenengemeinde. Die goldene Schrift auf dem schmiedeeisernen Gitter erinnern an die 1737 zugewanderten Böhmen

Jenseits der traurig vernachlässigten und vermüllten Grünanlage kündet ein schmiedeeisernes Tor vom böhmischen Gottesacker und erinnert uns an die Geschichte des seit 1737 hier gelegenen Ortes Böhmisch Rixdorf und seiner Zuwanderer.

Wir gehen weiter bis zur Spitze des Richardplatzes, der ehemaligen Dorfaue des Dorfes Rixdorf. Links liegt der Comeniusgarten, den wir liegen lassen um die Dorfaue des Dorfes Rixdorf mit der Schmiede in der Mitte und der Feldsteinkirche rechts im Hintergrund zu erlaufen.  Dabei entdecken wir auf der rechten Seite des Platzes das Fuhrunternehmen Gustav Schöne, das auch heute noch verschnörkelte Hochzeitskutschen mit echter Pferdekraft in Bewegung setzt.

Nachdem wir den Platz nun einmal umrundet haben, laufen wir links in die Kirchhofstraße, die uns durch die beiden Friedhofsteile der Magdalenengemeinde bis zur Karl-Marx-Straße zurückbringt.  Schnell überqueren wir die verkehrsreiche Straße, um auf der gegenüberliegenden Seite durch die Schierkerstraße zum Körnerpark zu gelangen.

Körnerpark Berlin-Neukölln

Terrasse vor der Galerie im Körnerpark Berlin-Neukölln

Über die Ballustrade schauen wir in den versenkten Park und mit jedem Schritt, den wir die Stufen hinabsteigen in das Neobarocke Parkidyll, entschleunigt sich das Leben im Hier und Jetzt. Unter Platanen zwischen Wassergraben und Blumenparkett streben wir der kleinen Orangerie zu, die heute die Galerie im Körnerpark beherbergt. Auf der vorgelagerten Terrasse bietet uns das kleine Café  ein Plätzchen in der Sonne.

Hier ruhen wir uns ein bisschen aus, bevor wir uns auf den Weg zum S-Bahnhof Neukölln und mit der Ringbahn in den Prenzlauer Berg machen.


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Hier gehts zum Spaziergang Rund um den Kollwitzplatz

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